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Förderkreis
Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.

Begeistertes Publikum beim Konzert im Stelenfeld

Publikum beim Konzert am 09. Mai 2008 im Holocaust-Denkmal in Berlin

Über 2.500 Besucher folgten der Einladung des Förderkreises Denkmal für die ermordeten Juden Europas und erlebten eine einzigartige Welturaufführung. Für dieses Vorhaben schrieb Komponist Harald Weiss ein eigens für diesen Anlass komponiertes Werk. Dirigiert wurde es von Lothar Zagrosek.

Denn am 10. Mai 2008 jährte sich zum dritten Mal die Eröffnung des „Denkmals für die ermordeten Juden Europas“ im Herzen Berlins. Zu diesem Anlass bedurfte es besonderer Aktivitäten, und zwar in Form einer seit bereits zwei Jahren erfolgreich stattfindenden „Langen Nacht des Denkmals“. Höhepunkt war das Konzert direkt im Stelenfeld.

Projekt Webseite besuchen: www.virtuelleskonzert.com

Musiker während der Welturaufführung


Dieses Klanggewebe breitete sich vom Zentrum des Denkmals, also dort, wo die Stelen am höchsten sind, aus.
Wie in konzentrischen Kreisen wurden die Musiker von dieser Position aus in einem Umkreis von ca. 50 Metern verteilt und über ein optisches und akustisches System vom Dirigenten koordiniert. Während der Aufführung war es den zahlreichen Besuchern möglich, sich frei im Denkmal zu bewegen und so „von Stele zu Stele“ einen anderen akustischen Eindruck zu gewinnen.

Dirigiert wurden die Musiker über ein optisches und akustisches System vom Dirigenten Lothar Zagrosek

 

Der Text zur Komposition
Das Musikstück beinhaltet das Gedicht „Welke Blätter“ von Selma Meerbaum-Eisinger, das der Komponist Harald Weiss aufgrund der passenden thematischen Überschneidung für den Anlass und die Komposition „Vor dem Verstummen“ auswählte und vertonte.

Welke Blätter
Plötzlich hallt mein Schritt nicht mehr,
sondern rauschen leise, leise,
wie die tränenvolle Weise,
die ich sing’, von Sehnsucht schwer.
Unter meinen müden Beinen,
die ich hebe wie im Traum,
liegen tot und voll von Weinen
Blätter von dem grossen Baum.

(Selma Meerbaum-Eisinger, 24. September 1939)

Mezzosopranistin Tanja Simic Queiroz

 

Selma Meerbaum-Eisinger, geboren am 15. August 1925 in Czernowitz, starb am 16. Dezermber 1942 in dem von der SS geführten Arbeitslager Michailowska.

Die vor Ort gesammelten Spenden kommen der Kampagne 60 x 6.000 für den „Raum der Namen“ zu Gute, zur Erstellung weiterer Biographien der jüdischen Opfer des Holocaust. Wir danken Ihnen nochmals für das zahlreiche Erscheinen und Ihre Spenden. Vielen Dank.

Prominente Unterstützung beim Konzert im Stelenfeld

Neben über 2.500 Besucher fanden sich viele Unterstützer und Helfer für das Konzert am 09. Mai 2008 im Stelenfeld zugunsten der Spendenkampagne für den Raum der Namen. Prominente und Sponsoren aus Kultur, Wirtschaft und Politik waren ebenso aktiv vertreten wie Jugendliche, die engagiert mit Einsatz und Aktionen am Rahmenprogramm des Konzertes mitwirkten.

Schauspielerin Tatjana Blacher rezitierte vor und nach dem Konzert die Gedichte von Selma Meerbaum-Eisinger.

Schauspielerin Tatjana Blacher bei der Rezitation

 

Schauspielerin Angelica Domröse nahm als Botschafterin für die Spendenkampagne "Raum der Namen 60 x 6000" an der Pressekonferenz zum Konzert im Denkmal teil.

Dirigent Lothar Zagrosek, Komponist Harald Weiss, Vorsitzende des Förderkreises Prof. Lea Rosh, Konzert-Projektleiter Daniel-Jan Girl, Schauspielerin Angelica Domröse (v.l.n.r.)

 

Jugend-Leseprojekt bildet Rahmenprogramm zum Konzert

Mit einem Leseprojekt am Denkmal für die ermordeten Juden Europas setzte sich die Katholische Jugend ein. Die Jugendlichen wollten sich mit Fragen zum Holocaust auseinandersetzen, denn das Thema ist durch Gewalt aus dem rechtsradikalen politischen Raum leider immer wieder in der Öffentlichkeit aktuell. Zitat: "Wir wollen ein Signal setzen, dass Jugendliche und Erwachsene in der katholischen Kirche der Holocaust betrifft und dass er sich nicht wiederholen darf."

 

Auftaktveranstaltung

Frau Prof. Lea Rosh eröffnete das Konzert im Denkmal mit dem Dirigenten Lothar Zagrosek.
Projekt Webseite besuchen: www.virtuelleskonzert.com

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Ein Ort der Erinnerung

Gedenken an bis zu 6 Millionen Opfer.
01.04.03: Baubeginn
15.12. 04: Aufstellung der letzten 2.711 Stelen
10.05.05: Denkmal Eröffnung

Raum der Namen

Der "Raum der Namen" im „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ in Berlin will ein Ort für diese Menschen sein.


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