PL RU

Förderkreis
Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.

Fundraising Dinner gegen das Vergessen! Europas-Zehntausendste Biografie wurde von Iris Berben präsentiert

Der Auftakt des vierten Charity Dinners begann mit einer Presse-konferenz im Hotel Adlon (v.l.n.r.: Mario Levy, Iris Berben, Prof. Lea Rosh, Prof. Dr. Eberhard Jaeckel, Prof. Dr. Peter Raue und Uwe Neumärker)
Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert begrüsste die Gäste

Der Förderkreis "Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V." richtete am 22. Oktober 2009 im Hotel Adlon zum vierten Mal das festliche Fundraising Dinner für die Spendenkampagne zum "Raum der Namen" im Holocaust-Denkmal aus.  Tischrede hielt  Bundesfinanz-
minister Peer Steinbrück.

 

Iris Berben bei der Lesung der 10.000 Hörbiografie für den Raum der Namen

Europas-Zehntausendste Biografie im Holocaust-Denkmal wurde von Iris Berben präsentiert.
Unterstützt wurde der Abend auch von Schau-
spielerin und „Raum der Namen Botschafterin" Iris Berben, die in einer Lesung während der Pressekonferenz die zehntausendste Hörbio-
grafie aus dem "Raum der Namen" vorstellte. Die Biografien machen die Lebens- und Todes-
geschichten von Holocaust-Opfern sicht- und hörbar. Die Produktion jeder Hörbiografie kostet 60 Euro.

Iris Berben sagte: "Wir müssen alles dafür tun, den Opfern ihre Identität wiederzugeben."
Iris Berben trug die bewegende Biografie des Berliners Arnold Levy vor, der 1945 mit 39 Jahren im Konzentrationslager Dachau ums Leben kam. Jahre zuvor, als die Verfolgung durch die Nationalsozialisten immer intensiver wurde, wollte sein Bruder ihn mit nach Palästina nehmen. Doch Arnold Levy wollte seine Familie nicht zurücklassen und lehnte ab. 1942 wurde er zunächst nach Riga und später nach Dachau verschleppt.

 

Mario Levy beim Charity Empfang im Hotel Adlon

Sein Enkelsohn, der Berliner Pädagoge Mario Levy, der ebenfalls an der Benefiz-Veranstaltung teilnahm, stellte im Jahr 2008 eine Besucheranfrage nach seinem Großvater, um dessen Lebens- und Sterbegeschichte im "Raum der Namen"  aufzunehmen. Gestern Abend sagte er: "Mein Großvater war ein ganz normaler Mensch, der sich nichts zuschulden hat kommen lassen."

 

Im Raum der Namen, die Dauerausstellung im Ort der Information unterhalb des Holocaust-Denkmales, werden die Lebens- und Todesgeschichte von jüdischen Holocaust-Opfern sicht- und hörbar gemacht: Zu den Namensprojektionen werden 20-sekündige Kurzbiographien verlesen. Für diesen Zweck hat die israelische Gedenkstätte Yad Vashem insgesamt 3,2 Millionen Namen von Holocaust-Opfern zur Verfügung gestellt.

Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Schicksale im "Raum der Namen" abzubilden.

So war die Lesung  und Benefizveranstaltung zudem mit einem Spendenaufruf für den Raum der Namen verbunden, denn die Produktion jeder neuen Hörbiografie kostet 60 Euro und wird ausschließlich aus den gesammelten Spendengeldern des Förderkreises Denkmal finanziert.

Für den Ausbau dieses Raumes im Rahmen der Spendenkampagne „Nie aufhören anzufangen:  60 x 6.000" wurde ein Spendenkonto eingerichtet. Berliner Volksbank, Konto: 545640800, BLZ: 10090000, Stichwort: "Denkmal-Namen". Sie können aber auch direkt hier online spenden oder legen Sie virtuell einen Gedenkstein und ermöglichen Sie damit die Erstellung einer weiteren Hörbiografie im Raum der Namen. Gedenkstein legen.

Die Einnahmen des Fundraising-Dinners, die diesem Zweck zugute kommen, belaufen sich auf etwa 50.000 Euro.
Die jährliche Abendveranstaltung gilt mittlerweile als einer der gesellschaftlichen Höhepunkte der Hauptstadt, zu dem wieder viele prominente Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft empfangen wurden.

 

Prof. Dr. Peter Raue im Gespräch mit Iris Berben

Neuer Raum der Namen Botschafter
Im Rahmen des Spenden-Dinners wurden auch weitere neue prominente Unterstützer des Förderkreises vorgestellt. So wird sich zukünftig auch der Rechtsanwalt und Kultur-Mäzen Prof. Dr. Peter Raue - neben Iris Berben, Anne Will, Angelica Domröse, Michael Verhoeven und Heinrichs Haasis  - als offizieller Charity-Botschafter für den "Raum der Namen" engagieren.

Auch Sie können uns dabei unterstützen. Wie und in welcher Art Sie uns und unsere Arbeit unterstützen möchten, liegt ganz bei Ihnen.

Sie können uns beispielsweise als Mitglied mit einem jährlichen regelmäßigen Beitrag unterstützen. Oder bestellen Sie unter info@holocaust-denkmal-berlin.de einfach die Zusendung eines Mitgliedsantrags. Natürlich auch telefonisch unter Telefon:
030 - 28 04 59-60.

Sie haben aber auch die Möglichkeit, einfach und sicher eine Online-Spende zu tätigen. Oder legen Sie hier virtuell einen Gedenkstein. Denn mit dem Legen eines Gedenksteines ermöglichen Sie die Erstellung einer Hörbiografie für den Raum der Namen. Vielen herzlichen Dank!

Online spenden »

Die Tischrede hielt dieses Jahr Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hier gemeinsam mit der Raum der Namen Botschafterin Iris Berben
Die Schauspielerin und Raum der Namen Botschafterin Iris Berben beim Empfang zum Benefiz Dinner
Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlin im Gespräch mit Lea Rosh, 1. Vorsitzende des Förderkreises Denkmal und Charlotte Knobloch, die Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland
Die 1. Vorsitzende des Förderkreises Prof. Lea Rosh während eines Presseinterviews
Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Prof. Dr. Dr. Hermann Parzinger
Vorstandsmitglieder des Förderkreises MdB Wolfgang Wieland und MdB Prof. Monika Grütters
FK-Vorstandsmitglied Kay Forster mit der Geschäfts- führung von "CM|CC-Berlin" Daniela Herzig und Kirsten Remstädt, beide auch Mitglieder des Förderkreises sowie Christel Benchea, ebenfalls vom Förderkreis Denkmal e.V.
Die Schauspielerin Iris Berben und der Bundesfinanzminister Peer Steinbrück nach dem Benefiz-Dinner. Beide haben sich sehr für das Anliegen des Förderkreises Denkmal e.V. eingesetzt.
Die Kulturbeauftragte des Willy-Brandt-Hauses Gisela Kayser im Gespräch mit Olaf Lemke, "Antiquitäten und Alte Rahmen"
Ministerialdirektorin Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel im Gesrpäch mit Prof. Dr. Dr. Hermann Parzinger und Präsidialsekretär der Akademie der Künste, Dr. Gerhard Hannesen während des Empfanges zum Benefiz-Dinner.
Historiker Prof. Dr. Eberhard Jäckel und Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Rechtsanwalt Claus Bacher im Gespräch mit Publizist und Historiker Prof. Dr. Christoph Stölzl
Lea Rosh mit Dr. Renate Kreibich-Fischer und Sophie Hingst
Vorstandsmitglied Kay Forster nach dem Dinner mit Iris Berben, Mario Levy und Kirsten Remstädt

Auch Sie können unsere Arbeit unterstützen. Vielen Dank!



Seite weiterempfehlen
Druckansicht
A- A A+