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Förderkreis
Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.

"WELTWEITES EXIL 2017" – Brasilien, China, Schweden , Schweiz, Russland

Im Jahr 2017 setzen wir unsere sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe "WELTWEITES EXIL"  fort mit dem Blick auf die Exil-Länder Brasilien, China, Schweden , Schweiz, Russland

Die von uns konzipierte Veranstaltungsreihe "WELTWEITES EXIL"starteten wir bereits 2014 und beschäftigten uns mit dem  EXIL-LAND ENGLAND - FLUCHTORT LONDON, 2015 beleuchteten wir das  EXIL-LAND USA und 2016 das EXIL-Land Frankreich.

Schriftsteller, Künstler oder Schauspieler suchten nach der Machtergreifung der Nazis und den Verfolgungen der Jahre 1933/34 zunächst in europäischen Nachbarländern Zuflucht. Nach Beginn des 2. Weltkrieges mussten sie auch von dort, etwa aus Österreich, Frankreich, den Niederlanden weiter fliehen. Neben Paris, Amsterdam, Stockholm, Zürich wurden deshalb auch Moskau, New York, Los Angeles und England zu Zentren der Künstlerinnen und Künstler und Autoren.

14. Februar 2017: „Die Revolution entlässt ihre Kinder“- Wolfgang Leonhards Weltbestseller

Wolfgang Leonhard

DIE REVOLUTION ENTLÄSST IHRE KINDER
Ein Abend über Wolfgang Leonhards Weltbestseller und seine anderen Bücher.
Wann: Dienstag, 14. Febr. 2017 - 19 h| Einlass: 18 h
Ort: Auswärtigen Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin 
Bitte Personalausweis nicht vergessen !!!

Wolfgang (Wladimir) Leonhard wurde am 16.4. 1921 als Sohn des Sowjetischen Botschafters Bronski, einem engen Vertrauten Lenins, in Wien geboren.  Er gehörte zu den wenigen Auserwählten der Komintern-Schule und wurde am  Ende des 2. Weltkrieges mit der sogenannten Gruppe Ulbricht (späterer Staatsrats-vorsitzender der DDR) zum Aufbau eines neuen, antifaschistischen Deutschlands von Stalin nach Berlin entsandt. Die Zweifel eines freiheitlichen Deutschlands brachten den Jüngsten der 9-köpfigen Gruppe Ulbricht bald in Konflikte. Er floh im Jahr 1949 nach Jugoslawien, ging 1951 in die Bundesrepublik und schrieb “Die Revolution entlässt ihre Kinder“, ein Buch, das Einblick in die innere Welt des Kommunismus gab. Das Buch ist frei vom Vokabular des Kalten Krieges und zwingt zur Auseinandersetzung mit Ideologie und System. Leonhard wollte Aufklärung ohne Anklage! “Die Revolution entlässt ihre Kinder“ wurde mit über 1 Million Auflage zum Weltbestseller und  “Die Drei-spaltung des Marxismus“ ist bis heute ein Klassiker der Wissenschaft. Die Bücher “Meine DDR“ und  “Anmerkungen zu Stalin“ publizierte der damals über 90jährige kurz vor seinem Tode.

Begrüßung:      Botschafter Dr. Felix Klein 
Anmerkungen zur EXIL-Reihe:  Lea Rosh
Über Leben und Werk von Wolfgang Leonhard:  Lea Rosh im Gespräch mit Dr. Elke Leonhard. Es werden Film-Ausschnitte mit Wolfgang Leonhard gezeigt.

Wann: Dienstag, 14. Febr. 2017 - 19 h| Einlass: 18 h
Ort: Auswärtigen Amt, Werderscher Markt 1, 10117 Berlin 
Bitte Personalausweis nicht vergessen !!!

19. Jan. 2017: “Auf der Suche nach dem Land der Träume". Deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Hotel Lux, 1933- 1936

Wir starten am 19.1.2017 im Willy-Brandt-Haus Berlin und widmen wir uns den Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die in Moskau ab 1933 Zuflucht gefunden haben. Das Hotel Zentralnaja in der Moskauer Twerskaja Ulica ist besser bekannt als "Hotel Lux", wie es in den Dreißigern hieß.

Auf die Ernennung Hitler’s zum Reichskanzler im Januar 1933 folgte fast unmittelbar eine erste große Verhaftungswelle. Der Reichstagsbrand wurde zum Vorwand genommen, um willkürlich Regimegegner zu verhaften, zu foltern und zu ermorden. Besonders betroffen waren Kommunisten und Sozialdemokraten, unter ihnen nicht nur Politiker, sondern auch Schriftstellerinnen und Schriftsteller, Musiker und Wissenschaftler. Vielen von ihnen stand Moskau näher als Paris und sie sahen in Russland das Land ihrer Träume und Hoffnungen. 

Zentrum des deutschsprachigen kommunistischen Exils in Moskau wurde das Hotel Lux, dass seit den 1920er Jahren verfolgte Revolutionäre aus dem Ausland aufnahm. 1933 wurde es zum Zufluchtsort deutscher Exilanten. 

An einem Abend über die Bewohner und ihre Geschichten soll an bekannte und unbekannte Bewohner erinnert werden: Ruth von Mayenburg, Johannes R. Becher und Theodor Plivier, Clara Zetkin, Erich Weinert und Lotte und Walter Ulbricht, sie alle fanden im Hotel Lux einen ersten Zufluchtsort. Das Hotel Lux war aber auch Treffpunkt einer internationalen Emigrantengemeinde, Lion Feuchtwanger und Georgi Dimitroff besuchten das Hotel Lux und schufen Verbindungen zwischen West und Ost. 

Der Abend beleuchtet das Zusammenleben der deutschen Exilgemeinschaft, die mitunter schwierigen Lebensbedingungen und Zukunftsängste, die viele Emigranten bedrückte, bis der Verfolgungswahn Joseph Stalins 1936 auch vor dem Hotel Lux und seinen Bewohnern nicht Halt machte.
Die Historikerin Sophie Hingst stellt Biographien und Bewohner des Hotel Lux vor und gibt einen Einblick in die Bedeutung Russlands als Exil vor der nationalsozialistischen Verfolgung.
Die Gästeliste des Hotels wurde nie veröffentlicht. Dennoch ist bekannt, hinter welchen Pseudonymen sich welche Menschen verbargen: Z.B. Ernst Friesland etwa wohnte hier, bevor er als Ernst Reuter der wunderbare Bürgermeister von West-Berlin wurde.

Einführung in die Reihe - Das EXIL-Land Russland : Lea Rosh
Referentin: Historikerin Sophie Hingst
Lesung: Claus-Dieter Fröhlich

Ort: Willy-Brandt-Haus| Wilhelmstraße 140, 10963 Berlin (befindet sich im Ortsteil Kreuzberg an der Ecke Wilhelmstraße 140/Stresemannstraße)
Datum: 19. Januar 2017
Beginn: 19 Uhr, Einlass 18 Uhr 

Im Anschluss: Empfang

Dienstag, 06. Dez. 2016: Ein Abend über Franz Hessel. „VON DEN IRRTÜMERN DER LIEBE“

Franz Hessel
Helen Hessel
Henri-Pierre Roché

Weltweites Exil - Schweiz, Frankreich, USA

„VON DEN IRRTÜMERN DER LIEBE“  
Unter  diesem Titel erschien 1922 ein Novellenzyklus von Franz Hessel. 
Darin verarbeitet er auch eigene Erfahrungen, denn seine Ehe, die er 1913 mit Helen Hessel schloss und die durch die Liebe zu Dritt mit Henri-Pierre Roché auch gleich wieder gefährdet wurde, war da schon gescheitert.  

Hessel, der das Schicksal derjenigen Schriftsteller teilte, die die Emigration nicht überlebten, hat seine Wiederentdeckung nach dem 2. Weltkrieg dem Filmemacher Francois Truffaut zu verdanken, der 1955 anlässlich eines Bummels am Seine-Ufer bei einem Bouquinisten den Roman Jules und Jim von Henri-Pierre Roché entdeckte. Roché beschreibt darin die Menage à trois, die er in einem  quälend langen Schaffensprozess  von zehn Jahren zur Publikationsreife brachte.
Sowohl Roché als auch Truffaut haben stark in die autobiographische Geschichte eingegriffen, bis hin zum tragischen Ende des Films. 
Franz Hessel starb im Alter von sechzig Jahren 1941, Henri-Pierre Roché achtzigjährig 1959 und Helen Hessel verstarb 1982. Sie wurde sechsundneunzig Jahre alt und hat als Einzige den Nachruhm ihres Mannes in seinen Anfängen miterlebt.  Wir zeigen den Dokumentarfilm “Die wahre Geschichte von Jules und Jim“. 

Lea Rosh liest aus den Erinnerungen an Franz Hessel von Helen Hessel.  
Claus-Dieter Fröhlich liest dazu aus Novellen und Romanen über die Liebe von Franz Hessel und Henri-Pierre Roché. 

Einlass: 18 Uhr , Beginn: 19 Uhr
Begrüßung: Lea Rosh                                                                          
Eintritt: 10,- € 

Wir freuen uns, Sie im Coupé Theater, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin begrüßen zu können

20. Okt. 2016 - 19 Uhr : Unmögliche Heimkehr! Die Familie Mann nach dem Exil

Thomas Mann
Heinrich Mann
Golo Mann
Klaus Mann
Erika Mann

WELTWEITES EXIL – SCHWEIZ, FRANKREICH, USA
Donnerstag, 20. Oktober  2016 - 19 Uhr | Einlass: 18 Uhr 
  
                         
Unmögliche Heimkehr! Die Familie Mann nach dem Exil

Nicht die Herkunft, nicht der Name, nicht der Ruhm des Bedeutendsten unter ihnen machte die Besonderheit des literarischen Clans der Manns aus, sondern die Erfahrung des Exils. Dabei galt auch für sie, dass das Exil ein Kollektivschicksal war, das sehr unterschiedlich erlebt wurde. Das wiederholte sich nach dem Untergang des Dritten Reiches.

Seit Mai 1945 stand die Entscheidung an: Verbleib in der Fremde oder Rückkehr nach Deutschland, und wenn ja, unter welchen Umständen?
Angesichts der repräsentativen Rolle der Manns war es kein Wunder, dass gerade in ihrem Fall eine Rückkehr in Deutschland heftig, kontrovers und oft auf unschöne Weise diskutiert wurde. Diese Auseinandersetzung wurde gleichsam zur ersten Debatte über das Verhältnis der Deutschen zu ihrer jüngsten Vergangenheit und zur eigenen Schuld.

Der Berliner Schriftsteller Manfred Flügge zeigt an den Beispielen von Heinrich, Thomas, Erika, Klaus und Golo Mann, wie diese “große Kontroverse“ verlief, von innen wie von außen gesehen.

Aus den Werken der ‘Manns‘ lesen: Lea Rosh und Claus-Dieter Fröhlich
Beginn: 10 Uhr | Einlass: 18 Uhr| Begrüßung: Lea Rosh
Eintritt: 10,- €

Wir freuen uns, Sie im Coupé Theater, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin begrüßen zu können. 

15. SEPTEMBER 2016 - FRANZ HESSELS LETZTE REISE

Unsere Förderkreis Veranstaltungsreihe Weltweites Exil - Schweiz, Frankreich, USA - in der Saarländischen Vertretung.                       
Beginn: 19 Uhr | Einlass: 18 Uhr |Eintritt: 10,- €

Ort: Saarländischen Vertretung Berlin | In den Ministergärten 4, 10117 Berlin

Franz Hessels letzte Reise. Eine Biographische Phantasie  

Le Lavandou – das duftet nach Frieden, Idylle, Abgeschiedenheit. Im Kriegsjahr 1940 entfaltet solch ein Name starke Sogwirkung.Für die Poesie der Namen hat der Berliner Dichter Franz Hessel schon immer ein Ohr gehabt. Ende Oktober 1938 ging er von Berlin ins Pariser Exil. Ende 1939 und im Mai 1940 wurde er von den Franzosen interniert. Im Herbst 1940 konnte er mit den Seinen ein Turm-Häuschen in Sanary-sur-Mer beziehen. Im französischen Lager Les Milles hatte Hessel den österreichischen Schriftsteller Emil Alphons Rheinhardt wiedergetroffen, den er aus München kannte. In den Gesprächen am abendlichen Lagerfeuer hatte Hessel vorgeschlagen, einen zeitgemäßen Decamerone zu schreiben, Liebesgeschichten aus der Zeit des Krieges und des Wahnsinns. Rheinhardt gefiel der Plan. An welche Liebeserlebnisse und an welche geliebten Menschen hätte sich Franz Hessel erinnert? Diese Vorstellung entwickelt Manfred Flügge, ausgehend von Hessels Reise Ende 1940 mit dem kleinen Schienenbus von Toulon nach Le Lavandou, wo Rheinhardt wohnte. Wenige Tage nach dieser Fahrt ist Franz Hessel Anfang Januar 1941 in Sanary gestorben. Porträt eines Schriftstellers, dem die Heimat zur Fremde wurde und die Fremde zur Heimat.  

Begrüßung: Lea Rosh  
Vortrag: Manfred Flügge über Leben und Werk von Franz Hessel. 
Lesung: Claus-Dieter Fröhlich aus Hessels Werken und Texten von Zeitgenossen.

Die Begrüssung erfolgte von Stephan Schweitzer, Leiter der Landesvertretung des Saarlandes Berlin.....
und von Lea Rosh.....
...bevor ein spannender Abend mit einem Vortrag von Manfred Flügge über Leben und Werk von Franz Hessel und einer Lesung aus Hessels Werken und Texten von Zeitgenossen mit Claus-Dieter Fröhlich begann.
Der Empfang in der Saarländischen Vertretung.....
war wie immer herzlich.
vlnr: Kay Forster und Johanna Bacher
vlnr. Ute Faber, Lea Roh und Olaf Lemke
Der Franz Hessel Abend war restlos ausgebucht.

25. August 2016: CLAIRE UND YVAN GOLL „WIRST DU IM GRAB MIR ENDLICH GANZ GEHÖREN?“

Es gibt kein anderes Paar in der Literatur, das so wunderbare, so hinreißende Liebesgedichte hinterließ wie Claire und Ivan Goll. Sie waren die Liebenden des 20. Jahrhunderts. Die Jüdin aus Deutschland und der Jude aus Frankreich hielten ein Leben langin dichterischer Zwiesprache an einer Liebe fest, die durch Krisen, Trennungen und Versöhnungen ging und doch immer überalle Tragik triumphierte. 
Als das Paar den Nazis in die USA entkam, schrieb Ivan Goll: „Gehen wir zu unserem alten Gott zurück, der uns seit so vieltausend Jahren schützt und segnet.“ Ivan und Claire Goll starben in Paris: er 1950, sie 1977.  

Jürgen Serke, der dieses Leben zwischen größtem Erfolg und bitterer Armut nachzeichnet, war mit Claire Goll ein Jahr vor ihrem Tode sieben Tage zusammen. Er hielt diese Begegnung in seinem Buch „Die verbrannten Dichter“ fest und erinnert sich nun im Abstand von vier Jahrzehnten.
 Melanie Straub und Wolfgang Vogler vom Hans-Otto-Theater Potsdam lesen aus dem Werk des Paares.  

DONNERSTAG, 25. AUGUST  2016 |19 UHR | EiNLASS 18 UHR| EINTRITT 10,- € 
BEGRÜSSUNG & MODERATION: Lea Rosh  
Wir freuen uns, Sie im Coupé Theater, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin begrüßen zu können. 

21. Juli 2016: Unsere Exilreihe im Auswärtigen Amt: HÉLÈNE BERR PARISER TAGEBUCH 1942-1944

Hélène Berr
Zahlreiche Gäste folgten der Förderkreis Einladung
vlnr. Dr. Felix Klein am Rednerpult, Elisabeth Edl, Magdalene Artelt, Dr. KLaus Burghard.

Sehr geehrte Freunde unserer Exilreihe, am 21. Juli widmen wir uns  Hélène Berr, einer französischen Studentin, Jüdin, die viele jüdische Kinder während der Okkupation in Frankreich gerettet hat. 

Im von den Nazis besetzten Paris:
Studentin, Französin, Jüdin, Widerstandskämpferin, Retterin vieler jüdischer Kinder.  Eines der bedeutendsten Zeugnisse der Shoah in Frankreich, von der Zuversicht der jungen Frau über Verzweiflung über immer stärkere Drangsalierung bis zum Horror und der Ermordung in Bergen-Belsen.  
Erstmals in Frankreich veröffentlicht 2008 und ins Deutsche übersetzt 2009 von Elisabeth Edl können Sie an diesem Abend dem dichten und faszinierenden Leben dieser tapferen Frau so näherkommen, als wäre dies alles erst vor kurzem geschehen.
Die Übersetzerin Elisabeth Edl, München, stellt dieses Buch vor.
Die Schauspielerin Magdalene Artelt, Berlin, liest Passagen aus dem Tagebuch.

Grußwort: Dr. Felix Klein, Auswärtiges Amt
Begrüßung: Lea Rosh
Moderation: Dr. Klaus Burghard   

Wir freuen uns, Sie im Auswärtigen Amt
– Besucherzentrum  Werderscher Markt 1, 10117 Berlin begrüßen zu können. 

Einlass: 18 Uhr.
Um 19 Uhr wird der Eingang geschlossen.

HINWEIS: Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit! 



DONNERSTAG, 23. JUNI 2016: „JUDEN STERBEN IN EUROPA UND MAN VERSCHARRT SIE WIE HUNDE“ HANNAH ARENDT IM EXIL

Hannah Arendt: geb. 14. Okt. 1906 in Hannover. Gest. 4. Dezember 1975 in New York

Der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V.  lädt Sie zu einer Veranstaltung im Rahmen der Themenreihe „Weltweites Exil - Frankreich“ herzlich ein: 

Hannah Arendt (1906-1975) war eine Frau mit vielen Facetten: bedeutende Philosophin, intellektuelle Schriftstellerin, enthusiastische Briefschreiberin, loyale Freundin und vor allem geniale Zeitdiagnostikerin. Ihre Bücher zum EichmannProzess und zu Elementen und Ursprüngen totaler Herrschaft haben sie weltberühmt gemacht. 

Weniger bekannt hingegen ist ihre Zeit im Exil: 
1933 wird Arendt von der Gestapo verhaftet, sie flieht nach Paris, bevor sie über Lissabon in die USA entkommen kann. Hannah Arendt bleibt auch in unruhigen Zeiten eine präzise Beobachterin:  „Juden sterben in Europa und man verscharrt sie wie Hunde“, schreibt Hannah Arendt 1940 an Gershom Scholem. 
Der Tod des Freundes Walter Benjamin erschüttert Arendt tief, gleichzeitig wird sie in den USA zur Chronistin des Untergangs des jüdischen Europas. Ihre hellsichtigen Analysen zu Flucht, Exil und Staatenlosigkeit sind dabei von erschreckender Aktualität.  

Begrüßung & Lesung: Lea Rosh (Publizistin/Vorstand Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.) wird  ausgewählte Werke, Briefe und Gedichte aus Hannah Arendts Exiljahren lesen. 

Vortrag: Dr. Sophie Hingst ( Historikerin ) führt in Hannah Arendts Exiljahre und Werk ein. 

Eintritt: 10,- €
Beginn: 19 Uhr | Einlass: 18 Uhr
Veranstaltungsort:  Coupé Theater*, Hohenzollerndamm 177, 10713

Donnerstag, 26. Mai 2016 - 19 Uhr: „Aber ein Sturm weht vom Paradiese her …“. Walter Benjamin in Frankreich

Weltweites Exil – Frankreich
Donnerstag 26. Mai  2016 - 19 Uhr| Einlass: 18 Uhr

Walter Benjamins Faszination scheint ungebrochen. Wenige aus Deutschland stammende Intellektuelle haben international einen vergleichbaren Einfluss.
Woran liegt das? Benjamin beherrschte das Denken in Extremen.
Er schrieb bildreich, sinnlich, manchmal verrätselt und immer mit höchsten Ansprüchen an seine Texte. Er „dachte dichterisch“ (Hannah Arendt).

Seine Lebensreise begann 1892 im Berliner Westen.
Frankreich war seine Wahlheimat. Als Kritiker, Übersetzer, Feuilletonist leistete er einen unschätzbaren Beitrag zur Vermittlung der französischen Kultur.
Seit 1933 war Frankreich Benjamins Exilland. Als die deutschen Truppen auf Paris vorrückten, wurde er interniert. Auf der Flucht in die USA nahm er sich am 26. September 1940 an der französisch-spanischen Grenze das Leben.

Der Abend schlägt die Brücke von Benjamins Kindheitstexten bis zu den späten Thesen „Über den Begriff der Geschichte“ und ermöglicht so die Begegnung mit einer Jahrhundertfigur.

Begrüßung und Moderation: Lea Rosh
Gespräch und Lesung: Claus-Dieter Fröhlich und Dr. Erdmut Wizisla (Archivleiter Walter Benjamin Archiv, Akademie der Künste)
Vorführung Film: „Walter Benjamin – Ein Filmporträt“

Ort:  Coupé Theater, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin

Eintritt: 10,- €

Lea Rosh eröffnete den Walter Benjamin Abend
vlnr: Claus-Dieter Fröhlich Lea Rosh, Dr. Erdmut Wizisla
Lea Rosh und Dr. Erdmut Wizisla
Zahlreich kamen die Gäste zum Veranstlatungsabend
vlnr: Dr. Erdmut Wizisla und Claus-Dieter Fröhlich

28.4. 16 Ein Abend über den großartigen Autor "Ödön von Horvath"

Ödön Horvath geb. 9. Dez 1901 Susak bei Rijeka/Fiume (Istrien), gest. 1.Juni 1038 in Paris

Am 28.4. widmen wir uns dem großartigen Autor "Ödön von Horvath".
Sein Emigrationsroman "Jugend ohne Gott" ist heute Schullektüre.

Wir werden Ausschnitte aus dem Film von Dieter Hildebrandt "Flucht aus der Stille" zeigen.Es ist ein Glück für uns, dass der Horvath-Experte Dieter Hildebrand nach Berlin kommt, um uns diesen Schriftsteller näher zu bringen.
Die ausgesuchten Textpassagen aus Horvaths Werken liest Claus-Dieter Fröhlich.

Veranstaltungsort:  Coupé Theater*, Hohenzollerndamm 177, 10713 

Begrüßung und Moderation: Lea Rosh
Eintritt: 10,- €
Beginn: 19 Uhr | Einlass: 18 Uhr

 

 

 

07. April 2016: Briefwechsel Joseph Roth mit Stefan Zweig

vlnr: Stefan Zweig und Joseph Roth

JOSEPH ROTH IN PARIS
Briefwechsel mit Stefan Zweig   

Der faszinierende Briefwechsel erzählt die Geschichte einer spannungsreichen Freundschaft, besonders unter den extremen Bedingungen des Exils.

Der große Erzähler Joseph Roth (1894-1939) konnte ironisch und melancholisch zugleich sein, er war ein Liebhaber schöner Frauen wie leider auch aller Spirituosen. In seinen weltberühmten Romanen und Erzählungen schilderte er den Untergang der Habsburger Monarchie und des Ostjudentums.

Joseph Roth war aber auch Starjournalist, der durch ganz Europa reiste und stilistisch brillante Reportagen verfasste - nicht zuletzt als Berlin-Korrespondent des „Prager Tageblatts“. Als Emigrant schrieb er bis zuletzt gegen die Barbarei des Nationalsozialismus an, klarsichtig und sarkastisch und doch beständig auf der Flucht vor der grausamen Wirklichkeit.

Der Briefwechsel mit dem berühmten Schriftsteller Stefan Zweig, der genau wie Roth in der Donaumonarchie aufgewachsen, in der Weimarer Zeit berühmt geworden ist und dessen Bücher von den Nazis so wie die von Joseph Roth verbrannt wurden, gehört zu den eindringlichsten Dramen des deutschen Exils: „Jede Freundschaft mit mir ist verderblich."

Begrüßung: Lea Rosh

Die Historikerin Sophie Hingst und Claus-Dieter Fröhlich stellen Leben und Texte des so leidenschaftlichen wie verzweifelten Europäers Joseph Roth vor.

Wir freuen uns, Sie im Coupé Theater*, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin begrüßen zu können. 
Eintritt: 10,- €
Beginn:
 19 Uhr | Einlass: 18 Uhr

 

18. Februar 2016: Das Exil von Lion und Marta Feuchtwanger

Wir laden Sie herzlich ein! Eine Veranstaltung im Rahmen der Themenreihe „WELTWEITES EXIL – FRANKREICH“

Donnerstag, 18. Febr. 2016
Einlass 18 h, Beginn 19 h,
Eintritt: 10,- €
Ort: Coupé Theater*,
Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin

HÄUSER. GÄRTEN. ZWISCHENRÄUME
Das Exil von Lion und Marta Feuchtwanger



1925 zogen der Romancier Lion Feuchtwanger und seine Frau Marta aus
ihrer Heimatstadt München nach Berlin. Als Hitler an die Macht kam, gingen Haus und Bibliothek, Manuskripte und Schildkröten verloren.
Ab 1933 war ihre Villa Valmer Mittelpunkt der Emigrantenkolonie in Sanary.

1940 wurden die Feuchtwangers, wie die meisten Emigranten in Frankreich, als »feindliche Ausländer« interniert, Marta in Gurs, Lion in Les Milles.
Im September 1940 gelang es beiden, dank der Hilfe des Amerikaners Varian Fry, über Spanien und Portugal in die USA zu entkommen. Nach mehreren provisorischen Unterkünften erwarben die Feuchtwangers 1943 eine verfallene Villa in Pacific Palisades. Da Lion auch in den USA als Autor erfolgreich war, konnte das neue Heim zu einer Bücherburg mit Blick auf den Pazifik ausgebaut werden.
Lion starb 1958, Marta überlebte ihn bis 1987. Heute ist das Gebäude unter dem Namen Villa Aurora ein deutsch-amerikanisches Kulturzentrum.

Begrüßung: Lea Rosh

Der Berliner Schriftsteller Manfred Flügge hat einen Text über den Weg der Feuchtwangers von Berlin nach Pacific Palisades zusammengestellt, den er gemeinsam mit Claus-Dieter Fröhlich vorträgt.
Für den musikalischen Rahmen sorgt Pianist Michael Zigutkin.

Wir freuen uns, Sie im Coupé Theater*, Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin begrüßen zu können.

(*ACHTUNG:  Neuer Veranstaltungsort! Der Eingang befindet sich Hohenzollerndamm/Ecke Brienner Straße – Haupteingang Bürgeramt Charlottenburg)

Eintritt: 10,- €

27. Jan. 2016: Erfolgreiche Auftaktveranstaltung in der Französischen Botschaft mit der Förderkreis Veranstaltungsreihe "Weltweites Exil- Fluchtort Frankreich

Unsere vom Förderkreis konzipierte Veranstaltungsreihe "Weltweites EXIL" widmet sich in diesem Jahr dem Fluchtort Frankreich

Die Auftaktveranstaltung startete am 27. Jan. 2016 unter dem Titel "Notgedrungen im Paradies" Exilort Sanary-sur-Mer in der Französischen Botschaft.

Zwischen 1933 und 1940 konnte der kleine Küstenort Sanary-sur-Mer, zwischen Marseille und Toulon gelegen, als Hauptstadt der deutschen Literatur im Exil gelten.

Für Wochen, Monate oder Jahre haben sich dort viele Maler, Schriftstellerinnen und Schriftsteller aufgehalten: Thomas Mann und seine gesamte Familie, Bertolt Brecht, Ernst Bloch, Arnold Zweig, Hermann Kesten, Franz Hessel, Franz Werfel und Alma Mahler-Werfel, Ludwig Marcuse und viele andere.

Zur Vergrößerung bitte aufs Bild klicken.

Mittelpunkt der kleinen Kolonie waren Lion und Marta Feuchtwanger in ihrer Villa Valmer. Die Gemeinde Sanary pflegt seit vielen Jahren regelmäßig und intensiv dieses Erbe.
An diesem Abend sollen die Geschichte des Exils in Sanary, aber auch die heutige Erinnerungsarbeit dargestellt und gewürdigt werden, im Beisein einer Delegation aus dieser malerischen Stadt.

Begrüßung:  S. E. M. Philippe Etienne, Botschafter der Republik Frankreich

Begrüßung und Einführung: Lea Rosh
Grußworte des Bürgermeisters von Sanary-sur-Mer, M. Ferdinand Bernhard


Vortrag: 
Autor Manfred Flügge über die Geschichte Sanarys
Lesung: Gerd Wameling mit Texten von Lion Feuchtwanger, Thomas Mann und Ludwig Marcuse
Gespräch und Moderation: Dr. Eberhard Schmidt im Gespräch mit Bürgermeister Bernhard und Jean Picano (Ethnologe): heutige Gedenkarbeit in Sanary

EMPFANG IN DER FRANZÖSISCHEN BOTSCHAFT 

vlnr.:Dr. Eberhard Schmidt, Jean Picano, Lea Rosh, Schaupieler Gerd Wameling und Manfred Flügge.
Lea Rosh und...
der französchische Botschafter Philippe Etienne...
...eröffneten die zahlreich besuchte Veranstaltung in der französischen Botschaft
Autor Manfred Flügge hielt einen Vortrag über die Geschichte Sanarys...
...und unser Kampagnenbotschafter für den "Raum der Namen" Gerd Wameling las aus Texten von Lion Feuchtwanger, Thomas Mann und Ludwig Marcuse.
Hinten links im Bild: Dr. Eberhard Schmidt im Gespräch mit dem Ethnologen Jean Picano über die heutige Gedenkarbeit in Sanary.
Nach der Veranstaltung fanden die zahlreichen Gäste noch Zeit für anregende Gespäche.

 

 

RÜCKBLICK der Förderkreis Veranstaltungsreihe "WELTWEITES EXIL" 2015

16. Dez. 2015: Förderkreis Veranstaltungsreihe "Weltweites Exil" in der Australischen Botschaft


Ein Abend über EGON ERWIN KISCH- DER RASENDE REPORTER

Weltweites Exil - Australien | Mittwoch, 16. Dezember 2015
Beginn: 19 Uhr
 | Einlass: 18 Uhr | Ort: Australische Botschaft
Wallstraße 76-79, 10179 Berlin

HINWEIS: Begrenzte Teilnahme. 
Nur nach schriftlicher Anmeldung und Bestätigung möglich. Förderkreis Büro: Tel: 030-28 04 59-60, info@holocaust-denkmal-berlin.de
Bitte denken Sie daran Ihren Personalausweis mitzuführen wenn Sie auf der Gästeliste stehen.

EGON ERWIN KISCH- DER RASENDE REPORTER

Am 13. November 1934 wagte der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch einen Sprung vom Schiff „Straithaird“ auf australischen Boden.

Damit durchbrach er das gegen ihn verhängte Einreiseverbot. Der Fall wurde medial ausgeschlachtet und zum Zentrum einer Bürgerrechtsbewegung.
Aus einer Kette von Gerichtsverhandlungen ging der Kommunist Kisch als freier Mann hervor, was er mit einem Triumphzug durch das ganze Land beantwortete. Hierbei agitierte er gegen das NS-Regime und die drohende Kriegsgefahr. Die konservative Regierung war düpiert. Kischs direkter Gegenspieler hinter den Kulissen war kein Geringerer als der neu ernannte Generalstaatsanwalt Robert Gordon Menzies, der in der Nachkriegszeit über Jahrzehnte als Premierminister diente. Kischs 1935 erschienenes Buch „Landung in Australien“ gehört zu den seltenen Zeugnissen deutschsprachiger Literatur über den Fünften Kontinent.

Begrüßung und Einführung:  Lea Rosh

Prof. Marcus G. Patka (Wien) führt in Leben und Werk von Egon Erwin Kisch ein.

Claus-Dieter Fröhlich liest aus Kischs “Der rasende Reporter“ und “Landung in Australien“, komplettiert von einem kurzen Film über Egon Erwin Kisch

Wir freuen uns, Sie in der Australischen Botschaft, Wallstraße 76-79, 10179 Berlin begrüßen zu können.

Bitte denken Sie daran Ihren Personalausweis mitzuführen wenn Sie auf der Gästeliste stehen.


S.E. David Ritchie begrüsste die zahlreichen Gäste in der Australischen Botschaft
Lea Rosh eröffnete den Egon Erwin Kisch Abend.
Zahlreich erschienen die Gäste......
.... in der Australischen Botschaft
Prof. Marcus G. Patka, S.E. Botschafter David Ritchie und Claus Dieter Fröhlich
vlnr.: Ute Faber, Lea Rosh und der Botschafter Auswärtiges Amt Dr. Felix Klein
Claus Dieter Fröhlich liest aus Egon Erwin Kisch.

vlnr.: Claus Dieter Fröhlich, Lea Rosh, Pro.f Marcus G. Patka aus Wien, Günter Schlothauer

12. Nov. Ein Abend über VICKY BAUM

Vicky Baum

Im Anschluss an den Abend über Anna Seghers in der Mexikanischen Botschaft widmen wir uns am

12. Nov.  VICKY BAUM.

Die österreichisch-deutsch-US-amerikanische Schriftstellerin, Harfenistin ist am 24. Jan.1888 in Wien geboren und verstarb am 29. Aug. 1960 in Hollywood, Los Angeles.

 

VERANSTALTUNGSORT
Kommunale Galerie, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin 

Einlass: 18 Uhr / Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 10 €
Sie können nicht kommen möchte aber unsere Arbeit unterstützen?
Hier können Sie bequem ONLINE SPENDEN

 -> WELTWEITES EXIL

08. Oktober 2015 : EIN ABEND ÜBER ANNA SEGHERS. Weitere Förderkreis Veranstaltung in der Mexikanischen Botschaft:

Anna Seghers (* 19. November 1900 in Mainz; † 1. Juni 1983 in Berlin)
Anna Seghers in jüngeren Jahren

Im Anschluss an den Abend über Gilberto Bosques widmen wir am

08. Okt. den Abend ANNA SEGHERS.

Veranstaltungsort: 
Kommunale Galerie, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin 

Einlass: 18 Uhr / Beginn: 19 Uhr
Eintritt: 10€ 

Sie können nicht kommen möchte aber unsere Arbeit unterstützen? 
Hier können Sie bequem ONLINE SPENDEN

21.September: EIN ABEND ÜBER GILBERTO BOSQUES. Unsere Förderkreis Veranstaltungsreihe "Weltweites Exil" nun der Mexikanischen Botschaft:


Gilberto Bosques

Veranstaltungsort: Mexikanische Botschaft 
Klingelhöferstraße 3|10785 Berlin- Einlass: 18 Uhr / Beginn: 19 Uhr
Eintritt: Frei aber wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung unserer Arbeit. Herzlichen Dank!
ONLINE SPENDEN

Bitte denken Sie daran Ihren Personalausweis mitzuführen wenn Sie auf der Gästeliste stehen
HINWEIS: Begrenzte Teilnahme. 
Nur nach schriftlicher Anmeldung und Bestätigung möglich. Förderkreis Büro: Tel: 030-28 04 59-60, info@holocaust-denkmal-berlin.de

 

Begrüßung: I. E. Frau Patricia Espinosa Cantellano, Botschafterin von Mexico

Einführung: Lea Rosh

Dr. Eberhard Schmidt: „Wege ins Exil zu Beginn des 2. Weltkrieges“

Dokumentarfilm: Gilberto Bosques

Gespräch mit der Produzentin Lilian Liberman

Gilberto Bosques war 1939 Generalkonsul in Paris und ab 1940, nach dem Einmarsch deutscher Truppen, in gleicher Funktion in Marseille.  Obwohl dazu nicht autorisiert, erteilte er nach Süd-Frankreich geflohenen Künstlern, Sozialisten, Juden und anderen bedrohten Menschen dennoch die erforderlichen Ausreisepapiere sowie Schiffspassagen. In einigen Quellen wird von 40.000 Geretteten geschrieben. Mit der Besetzung Süd-Frankreichs wurde Bosques verhaftet und bis 1944 in Bonn interniert. Bei seiner Rückkehr nach Mexiko wurde ihm ein begeisterter Empfang bereitet.
Anders als in den meisten Exil-Ländern war es in Mexiko nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht, sich politisch und kulturell zu betätigen. Gilberto Bosques starb 1995 in Alter von fast 103 Jahren in Mexiko-City.
Gezeigt wird ein Film der anwesenden mexikanischen Produzentin Lilian Liberman, die zu der Situation der Exilanten befragt werden kann. 

Wir freuen uns, Sie in die Botschaft von Mexico, Klingelhöfer Straße 3, 10785 Berlin, einladen zu dürfen. 
Bitte denken Sie daran, am Veranstaltungsabend Ihren Personalausweis mitzuführen wenn Sie auf der Gästeliste stehen. Anmeldung erfolgt in unserem Förderkreis Büro Tel: 030-28 04 59-60 | info@holocaust-denkmal-berlin.de

vlnr: Lea Rosh, Dr Eberhard Schmidt, Botschafterin I.E. Patricia Espinosa Cantellano, Lilian Libermann
Zahlreich kamen die Besucher zur Veranstaltung in Mexikanische Botschaft Berlin
Botschafterin I.E. Patricia Espinosa Cantellano und Lea Rosh kurz vor Eröffnung der Förderkreis Veranstlungsreihe "Weltweites Exil" in der Mexikanischen Botschaft

30. Juli: Bertolt Brecht in den USA "Mein Beruf ist hier Goldgräbertum"

Bertolt Brecht
vlnr: Lea Rosh, Claus-Dieter Fröhlich, Dr. Erdmut Wizisla
Zahlreiche Besucher kamen zum Brecht Abend

Als Brecht und seine Familie im Juli 1941 in San Pedro an Land gingen, war die Amerika-Begeisterung des jungen Mannes purem Pragmatismus gewichen. Heimisch geworden ist er nicht in den USA. Das Klima lag ihm nicht, und die Mentalität war ihm unbehaglich. Vor allem aber brauchte man ihn nicht. Rastlos hat er versucht, sich durchzusetzen. Aber Hollywood und der Broadway warteten nicht auf einen Unbekannten. „Spell your name“, forderte man ihn auf. 

Der Abend folgt den Spuren des Stückeschreibers und Dichters während des USA-Exils: seinen Versuchen, Filmstoffe zu verkaufen und Stücke auf die Bühne zu bringen, den Debatten um die Zukunft Deutschlands, seinen Reisen nach New York, der Bespitzelung durch das FBI, dem Verhör vor einem Kongressausschuss im Oktober 1947, nach dem er es vorzog, das Land eilends zu verlassen.

Begrüßung und Moderation: Lea Rosh

Gespräch und Lesung: Dr. Erdmut Wizisla (Archivleiter Bertolt-Brecht-Archiv, Akademie der Künste) und Claus-Dieter Fröhlich 

Wo: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin

Einlass:
 18 Uhr / Beginn: 19 Uhr

Eintritt: 10,- €

24. Juni: Ein Franz Werfel und Alma Mahler Abend

Franz Werfel
Alma Mahler-Werfel

Franz Werfel wurde am 10.9.1890 in Prag als Sohn einer reichen jüdischen Kaufmannsfamilie geboren. Seinen Ruhm erlangte er im 1.Weltkrieg, den er an der russischen Front erlebte, mit zwei Gedichtbänden („Der Weltfreund” und „Wir sind”). Nach dem Krieg ließ er sich in Wien nieder und heiratete Alma Mahler-Gropius im Jahre 1929. In der Zwischenkriegszeit errang er außerordentliche Erfolge und etablierte sich vor allem als Dramatiker, er schrieb Gedichte, Bühnenwerke, Essays, Romane und Novellen. In den 20er und 30er Jahren zählte Werfel zu den meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. 1933 wurde er aus der deutschen Dichterakademie ausgeschlossen. 

Im Jahre 1938 musste Franz Werfel Österreich verlassen und lebte bis zum Sommer 1940 im Exil in Sanary-sur-Mer. Von dort aus flüchtete er nach Frankreich und schließlich über Spanien und Portugal in die USA, wo er am 26. August 1945 im Alter von 55 Jahren in Beverly Hills, Kalifornien, starb.

Alma Maria Mahler-Werfel (geb. Schindler; * 31. August 1879 in Wien; † 11. Dezember 1964 in New York, N.Y.) war eine Persönlichkeit der Kunst-, Musik- und Literaturszene in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie war die Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, des Architekten Walter Gropius und des Dichters Franz Werfel sowie Gefährtin des Malers Oskar Kokoschka und weiterer prominenter Männer. Als Gastgeberin künstlerischer Salons versammelte sie in Wien wie New York Künstler und Prominente um sich. Sie wurde als Femme fatale beschrieben, vielfach porträtiert und musikalisch verewigt. Von ihrem eigenen künstlerischen Schaffen sind nur einige Kunstlieder erhalten.

Wo: Kommunalen Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin

Eintritt:  10 Euro

Einlass: 18.00 Uhr

Beginn: 19.00 Uhr

 

20. Mai 2015: Eine weitere Veranstaltung aus der Reihe "Weltweites Exil - USA"

Die Beziehung zwischen dem deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger Erich Maria Remarque und dem ersten deutschen Hollywood Star Marlene Dietrich begann 1937 und dauerte drei Jahre.

Der Abend ist gewidmet Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich

Die Historikerin Sophie Hingst begleitet diesen Abend mit einer Lesung von Wolfgang Vogler und Melanie Straub.

Erich Maria Remarque, geboren 1898 in Osnabrück, war ein Schriftsteller, für den Literaturnobelpreis nominiert und Autor des Romans Im Westen nichts Neues (eines seiner bekanntesten Werke). Seine Bücher wurden 1933 im Rahmen der Bücherverbrennung von den Nationalsozialisten verbrannt und die Aufführung der Verfilmung von Im Westen nichts Neues von Hitler verboten. 
1938 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt und führte ihn quasi in das Exil. Zunächst lebte er in den USA, wo er hohe Anerkennung genoss und 1947 auch die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.

Marlene Dietrich, geboren 1901 in Berlin, war eine deutsche Schauspielerin, die mit dem Film Der blaue Engel in Deutschland im Jahre 1930 ihren Durchbruch hatte.
Sie reiste mit dem Regisseur von Der blaue Engel nach Hollywood und drehte dort weitere Filme mit ihm. Der erste Hollywood Film, Marokko, mit dem jungen Gary Cooper als Filmpartner, wurde ein großer Erfolg. Für ihre Rolle erhielt sie eine Oskar Nominierung.
1936 wollte Propagandaminister Goebbels sie zur Rückkehr nach Deutschland bewegen, unter Zusicherung vieler Privlegien, doch Marlene Dietrich lehnte dieses Angebot ab.

Die Beziehung zwischen  dem deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger Erich Maria Remarque und dem ersten deutschen Hollywood Star Marlene Dietrich begann 1937 und dauerte drei Jahre
Die Liebesbeziehung zwischen Dietrich und Remark konnte durchaus als dramatisch und schwierig bezeichnet werden und wurde eher wie eine Offene Zweierbeziehung geführt. Es gab auf beiden Seiten andere Liebschaften und Affären, während die beiden offiziell zusammen waren.

Zusätzlich hatte sicher die besondere Lebenssituation der beiden einen Einfluss. Beide, Remarque und Dietrich, lebten quasi im Exil. Marlene Dietrich ausschließlich in den USA, unterbrochen von den Aufenthalten an verschiedenen Drehorten. Remarque pendelte zwischen Europa und  Amerika, lebte aber hauptsächlich im Schweizer Kanton Tessin.

 

vlnr: Wolfgang Vogler, Lea Rosh, Sophie Hingst und Melanie Straub
20 Mai 2015:Marlene Dietrich und Erich Maria Remarque Abend
vlnr: Lea Rosh und Historikerin Sophie Hingst
Wolfgang Vogler und Melanie Straub

30. APRIL 2015 - 19 UHR: DIE WUNDERKINDER DES ZAUBERERS

Erika und Klaus Mann

WELTWEITES EXIL - USA
DONNERSTAG, 30. APRIL 2015 - 19 UHR, Einlass: 18 Uhr
Ein Abend über Erika und Klaus Mann

DIE WUNDERKINDER DES ZAUBERERS
Sie waren Weltreisende, überall und nirgends zu Hause, lebenslang im Schatten ihres Vaters Thomas Mann.
Erika Mann: Journalistin, Publizistin, Schauspielerin, auch Kriegsberichterstatterin (als Armeeangehörige mit Offiziersrang), schließlich nur noch Tochter, die nicht ohne den Vater auskommen konnte, und der nicht ohne sie.

Klaus Mann: genial, aber Zauberer von kleinerem Format; Essayist, Dramatiker, Journalist, auch Soldat der US-Army. Wortgewaltig, drogenabhängig, homosexuell, psychisch labil, früh schon todessüchtig. Ein Bohemien, der sich selbst spielte. Romane wie Der Vulkan mit seinen Emigrantenschicksalen und Mephisto, zu dem Gustav Gründgens (kurze Zeit mit Erika verheiratet) die Vorlage gab, machten ihn so berühmt wie berüchtigt.

Ins Exil gingen beide, liebten das Amerika Roosevelts, die Nazis bekämpften sie leidenschaftlich. Zusammen schrieben sie 1938 Escape to Life – eine Essaysammlung zur deutschen Kultur im Exil: Berichte über von den Nazis Ausgebürgerten und mit dem Tode Bedrohten, mit einem prophetischen Blick in eine düstere Zukunft.

Klaus floh am Ende vor sich selbst in den Suizid, Erika konnte ihn nicht davor bewahren. „Auf verlorenem Posten“, heißt eine Essaysammlung von Klaus Mann. Sie waren es wohl beide. Aber ihre Stimmen verdienen es, heute wieder gehört zu werden.

Lea Rosh im Gespräch mit Prof. Dr. Helmut Koopmann/Uni Augsbug

Texte Erika Mann: gelesen von Lea Rosh, 
Texte Klaus Mann: gelesen von Wolfgang Vogler/ HOT Potsdam
Wo: Kommunalen Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin

Eintritt:  € 10,-

Einlass: 18.00 h

DONNERSTAG, 26. MÄRZ 2015 - 19 UHR: Ein Abend über Heinrich Mann

WELTWEITES EXIL - USA

Was  für  ein   Leben: Nicht  Autor,   nicht  Schriftsteller,   vielmehr   Literat. Verfasser  eines   riesigen  Oeuvres:   Romane,   Erzählungen,   Novellen,   Schauspiele. Sein  „Professor  Unrat", Vorlage  für den „Blauen  Engel"  mit   Marlene  Dietrich, machte  ihn weltberühmt.  

Sein   „Untertan" ist einer der bedeutendsten Gesellschafts-   und  Zeitromane deutscher  Sprache.  Sein   „Henry  Quatre" ist   nach dem  Urteil  seines  Bruders Thomas  Mann,   mit   dem  er  jahrelang  im  bitteren  Streit war,  das  „Beste,   Stolzeste,   Geistigste ... das  die  Epoche  zu   bieten   hat".    

1933: Exil.
Zunächst  in  Frankreich.  Als  die  Eroberung  der  Nazis  droht:  
Flucht   des  bald 70-Jährigen zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien und Portugal in die USA.  Dort als Schriftsteller nahezu unbekannt. Arbeitslos.
Nahezu gänzlich  abhängig von den Zuwendungen seines Bruders.   
Schließlich: Berufung  zum  Präsidenten der  Akademie der Künste in Ost-Berlin. Er kann sich nicht entscheiden, nach  Deutschland zurückzukehren.   

Er  stirbt  1950  in  den  USA. Seine  Asche wird nach Ost-Berlin überführt und auf dem Dorotheenstädtischfen  Friedhof  beigesetzt.


Begrüßung: Lea Rosh
Lesung: Bernd Geiling (Hans Otto Theater Potsdam) liest Texte von Heinrich Mann
Moderation: Lea Rosh im Gespräch mit Prof. Dr. Helmut Koopmann/Uni Augsburg 

Ort: Café im Museum für Fotografie/Helmut-Newton-Stiftung Jebensstraße 2, 10623 Berlin, (direkt am Bahnhof Zoologischer Garten)  
                                
Beginn: 19 Uhr, Einlass: 18 Uhr

Eintritt:  € 10,-

 

26. Februar: ERNST TOLLER (1893-1939) EXIL UND TOD IN DEN USA

Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe 2015 „Weltweites Exil - USA“ widmen wir uns heute Abend dem Dramatiker Ernst Toller.

Ernst Toller war in den zwanziger Jahren der bekannteste unter den lebenden deutschen Dramatikern. Er wurde 1893 in eine jüdische Kaufmannsfamilie in Samotschin in der damaligen preußischen Provinz Posen hineingeboren. Er zog als „Hurra-Patriot“ in den Ersten Weltkrieg und kam als Pazifist aus den Schützengräben zurück. Für seine Beteiligung an der Bayerischen Räterepublik wurde er zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt. Während der Haftzeit entstanden seine bedeutendsten Werke.
Ab 1933 im Exil in der Schweiz, Frankreich, England und vor allem in den USA wurde er zum meist gehörten und gefeierten Repräsentanten eines anderen Deutschlands. Und dennoch begeht Toller 1939 in New York Selbstmord. Die soeben im Wallstein Verlag erschienene Ausgabe Sämtlicher Werke ist die erste vollständige Edition.

Begrüßung:
Lea Rosh
Filmvorführung: „Ernst Toller – Portrait“ (ca. 20 min)
Lesung: Claus-Dieter Fröhlich liest Texte von Ernst Toller
Vortrag: Dr. Dieter Distl (Mitherausgeber) über die „Sämtlichen Werke“ von Ernst Toller

Ort: Café im Museum für Fotografie/Helmut-Newton-Stiftung
Jebensstraße 2, 10623 Berlin, (direkt am Bahnhof Zoologischer Garten)
Uhrzeit:
Einlass 18 h/ Beginn 19 h
Eintritt:  € 10,-

29 Jan. 2015: Auftaktveranstaltung "WELTWEITES EXIL" in den USA in der amerikanischen Botschaft

USA Gesandter James D. Melville jr. eröffnete mit Lea Rosh die Förderkreis Auftaktveranstaltung in der Amerikanischen Botschaft.
Komplett ausgebucht war die Förderkreis Auftaktveranstaltung am gestrigen Abend.
vlnr: Eberhard Schmidt, Lea Rosh, Exil Kenner Manfred Flügge und Schauspieler Gerd Wameling
Schauspieler Gerd Wameling las aus Varian Fry Auslieferung auf Verlangen- Die Rettung deutscher Emigranten in Marsaille 1949
Nach der Veranstaltung gab es noch einen Empfang und Zeit für Austausch und Gespräche

 

Varian Mackey Fry  (* 15. Oktober 1907 † 13. September 1967)

Im neuen Jahr begann die Förderkreis Veranstaltungsreihe "WELTWEITES EXIL" in den USA  mit einer Auftaktveranstaltung am 29. Januar 2015 in der amerikanischen Botschaft zu Varian Mackey Fry 

Varian Mackey Fry war ein US-amerikanischer Journalist und Freiheitskämpfer im Zweiten Weltkrieg in Frankreich. Er führte in Marseille ein Rettungsnetzwerk, das Hunderte Menschen die Flucht vor den Nationalsozialisten ermöglichte. 

Varian Fry hielt sich 1935 in Europa auf und wurde bei antisemitischen Ausschreitungen in Berlin Zeuge brutaler Übergriffe auf jüdische Mitbürger.
Zurückgekehrt nach Amerika warnte er in Artikeln und Broschüren vor der Entwicklung in Europa. Im Auftrag des New Yorker „Emergency Rescue Committee“ ging er im August 1940 nach Marseille, um verfolgten Künstlern und Intellektuellen zur Ausreise aus dem besetzten Frankreich zu verhelfen, notfalls mit gefälschten Papieren.
Er rettete auf diesem Wege weit über tausend Personen, darunter Persönlichkeiten wie Heinrich und Nelly Mann, Golo Mann, Alma Mahler-Werfel und Franz Werfel. 

Im August 1941 wurde Varian Fry auf Druck der deutschen Besatzungsmacht von den Vichy-Behörden ausgewiesen; seine Fluchthilfe-Organisation konnte noch eine Zeitlang weiterarbeiten.

Zurückgekehrt in die USA warnte er vor dem Holocaust. 1945 erzielte er mit seinem Erinnerungsband “Auslieferung auf Verlangen (Surrender on Demand)“ einen gewissen Erfolg. Seine letzten Jahre verbrachte er weitgehend vergessen als Lehrer für Alte Sprachen an einem College in Connecticut. 

Kurz vor seinem Tod im September 1967 wurde er mit der französischen Ehrenlegion ausgezeichnet. Erst nach 1980 wurde wieder an seine Heldentaten erinnert. Der Platz vor dem US-Konsulat in Marseille heißt heute “Place Varian Fry“; in Berlin gibt es am Potsdamer Platz eine Straße mit seinem Namen; im Februar 1996 ehrte ihn der damalige US-Außenminister Warren Christopher in Jerusalem als "Gerechten unter den Völkern".


Im Gespräch:
 Der Schriftsteller und Exil-Kenner Manfred Flügge mit Eberhard Schmidt - 
Lesung: Schauspieler Gerd Wameling
Moderation: Lea Rosh

Veranstaltungsort: Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin, Pariser Platz 2, 10117 Berlin
Beginn: 18 Uhr, Einlass: 17 Uhr


 

Terminüberblick 2015 für WELTWEITES EXIL - USA

29. Januar: Varian Fry/Manfred Flügge
26. Februar: Ernst Toller/Dieter Diestl  (Osnabrück)
26. März: Heinrich Mann / Helmut Koopmann ) (Augsburg)
30. April: Erika und Klaus Mann/Helmut Koopmann (Augsburg)
20. Mai: Erich Maria Remarque und Marlene Dietrich/Sophie Hingst, mit Lesung von Wolfgang Vogler/Melanie Straub
24. Juni: Franz Werfel und Alma Mahler/Werfel /Oliver Hilmes, (Berlin) Götz Teutsch (Berlin)
Juli: Theodor und Gretchen Adorno

Veranstaltungsort:
 Café Museum für Fotografie in der Jebensstraße 2.

 

10 Dez. 2014: Ein Abend über Stefan Zweig

Stefan Zweig
Lea Rosh
Volker Weidermann
Wolfgang Vogler

 
STEFAN ZWEIG (1881-1942) EIN ABEND ZU SEINEN EHREN


Der Österreicher Stefan Zweig war der meistübersetzte deutschsprachige
Autor seiner Zeit. Und auch heute noch, mehr als siebzig Jahre nach seinem
Tod, werden seine Bücher in der ganzen Welt gelesen und geliebt.
Er war ein Genie der Literatur und der Menschlichkeit, ein Europäer aus
Überzeugung, ein Freund und Helfer vieler in Not geratener Schriftsteller,
ein großer Autor.

Gespräch über Stefan Zweig: Volker Weidermann und Lea Rosh
Lesung der Texte von Stefan Zweig: Wolfgang Vogler
Begrüßung: Lea Rosh

Veranstaltungsort: Café im Museum für Fotografie/Helmut-Newton-Stiftung
Jebensstraße 2, 10623 Berlin (direkt am Bahnhof Zoologischer Garten)
Beginn:
19 Uhr, Einlass: 18 Uhr
Eintritt: 10,- €

Schauspieler Wolfgang Vogler liest Stefan Zweig im Museum für Fotografie der Helmuth-Newton-Stiftung am 10. Dez. 2014
Stefan Zweig Abend im Rahmen der Förderkreis Veranstaltungsreihe "WELTWEITES EXIL". vlnr: Lea Rosh, Volker Weidermann und Schauspieler Wolfgang Vogler.

13. NOVEMBER 2014: Ein Abend über Alfred Kerr (1867-1948)

Alfred Kerr
Dr. Deborah Vietor-Englaender
Dr. Günther Rühle, Präsident der "Alfred Kerr" Stiftung

„ICH HABE SO WENIG TALENT ZUM UNGLÜCKLICH SEIN“

Alfred Kerr im einglischen Exil: den bekanntesten deutschen Theaterkritiker im Berlin der Kaiserzeit und der Weimarer Republik.

Über seine exzellenten Theaterkritiken hinaus hinterlässt er ein großes journalistisches Werk, das zurzeit noch in der Entdeckung ist.

Sein Kampf gegen die emporkommenden Nazis hat ihn Goebbels so verhasst gemacht, dass er im Februar 1933 Deutschland fliehend verlassen musste. Seine Jahre im Exil, zuerst in Paris, dann in London waren
vom Kampf gegen Hitlerdeutschland bestimmt.Seine Zeit im Exil war von großer Armut geprägt. Bewundernswert vor allem sein Lebensmut und seine erstaunliche Kraft, die Jahre des Exils zu bestehen.

Vortrag und Gespräch:
Dr. Deborah Vietor-Englaender, Herausgeberin der Edition der Werke Alfred Kerrs und
Dr. Günther Rühle, Präsident der „Alfred Kerr Stiftung“, einst Feuilletonchef der FAZ

Begrüßung: Lea Rosh

Wann: 13. Nov. 2014
Wo: Café im Museum für Fotografie/Helmut-Newton-Stiftung
Jebensstraße 2, 10623 Berlin (direkt am Bahnhof Zoologischer Garten)
Beginn: 19 Uhr, Einlass: 1800 h
Eintritt: 10,- €

 

Dr. Günther Rühle und Dr. Deborah Vietor-Englaender
Zahlreich kamen die Gäste zum Alfred Kerr Abend.

28. OKTOBER 2014: »Wie die berühmte Couch nach London kam« | Sigmund Freud

Sigmund Freud (1856 – 1939)
Dr. Klaus Burghard im Gespräch mit der...
Historikerin Sophie Hingst über Sigmund Freud.

SIGMUND FREUD (1856 – 1939)

„Im Alter von 82 Jahren verließ ich in Folge der deutschen Invasion mein Heim in Wien und kam nach England, wo ich mein Leben in Freiheit zu enden hoffe.“?
(Sigmund Freud, 12.7.1938, BBC Interview)

»Wie die berühmte Couch nach London kam«
1938, nach langen Jahrzehnten produktiven Arbeitens in Wien, in denen Sigmund Freud die Grundlagen der Psychoanalyse begründete, aber auch als Literat und Essayist produktiv und provokativ in Erscheinung trat, sah sich Freud, der vor diesem Schritt lange gezögert hatte, zur Flucht vor den Nazis gezwungen.

Seine Schriften waren bereits 1933 als „jüdische Pornografie“ verbrannt worden. Mit dem Einmarsch der Nazis verschärfte sich die Lage erneut, so wurde Freuds Tochter Anna von der Gestapo festgenommen und verhört.
Nur Dank prominenter ausländischer Helfer gelang ihm mit 16 weiteren Personen im Juni 1938 die Ausreise nach London. Dort setzte er sein Werk fort, verfasste Bücher und behandelte Patienten.

Vor fast 75 Jahren, am 23. September 1939, erlöste ihn auf eigenen Wunsch sein Arzt von seinem Krebsleiden. Sein innigster Wunsch hatte sich erfüllt:
"to die in freedom", in Freiheit zu sterben.

VERANSTALTUNGSORT am 28. Okt. 2014
Café im Museum für Fotografie/Helmut-Newton-Stiftung
Jebensstraße 2, 10623 Berlin (direkt am Bahnhof Zoologischer Garten)

Gespräch über Sigmund Freud führen Dr. Klaus Burghard und die Historikerin Sophie Hingst

Begrüßung und Lesung: Lea Rosh

Eintritt: 10,- €
Beginn:
19 Uhr / Einlass: 18 Uhr

Zahlreiche Besucher kamen am 28. Okt. zum Sigmund Freud Abend.

Historikerin Sophie Hingst
Der Abend wurde von Lea Rosh eröffnet
Durch den Abend führten Lea Rosh, Sophie Hingst und Dr. Klaus Burkhard
Dr. Klaus Burkhard

18. Sept. 2014: Der Dichter und Übersetzer Erich Fried

Erich Fried

"Ein Wiener in London"; Erich Fried

Verleger Dr. Klaus Wagenbach im Gespräch mit
Dr. Volker Kaukoreit, Literaturwissenschaftler und Publizist und Bildhauerin Katherine Fried-Boswell, die Ehefrau von Erich Fried.

Beginn:  19 Uhr, Einlass 18 Uhr
Eintritt: 10 Euro
Veranstaltungsort: Museum für Fotografie, Jebenstr. 2, 10623 Berlin, am Bahnhof Zoo

Erich Fried wurde im Mai 1921 als einziges Kind ju?discher Eltern in Wien geboren. 1938 starb der Vater an den Folgen eines Gestapo-Verhörs, Fried floh mit seiner Mutter nach London, wo er nach dem Krieg bis 1968 Kommentator bei der BBC war. Der Autor zahlreicher Gedichtbände und Träger vieler Auszeichnungen starb 1988 nach langer Krankheit in Baden-Baden.

 


Mit unserer neuen Veranstaltungsreihe "WELTWEITES EXIL" starten wie in diesem Jahr mit dem EXIL-LAND ENGLAND - FLUCHTORT LONDON

Nach einer Auftaktveranstaltung in der englischen Botschaft am 30. Juni 2014 mit Reden von Thomas Mann (in der BBC gehalten), werden wir uns Sebastian Haffner, Stefan Zweig, Erich Fried und Alfred Kerr widmen.
WEITERE Veranstaltungstermine in Kürze hier.

 

23. Juli 2014: Sebastian Haffner | „Stern words from London“

Sebastian Haffner

Sebastian Haffner´s (1907-1999) politische Weitsicht

Dokumentarfilm von Rajan Autze:
"Sebastian Haffner - Emigration aus Liebe zu Deutschland"


Gespräch von Dr. Eberhard Schmidt mit dem Historiker Prof. Michael Stürmer

Ort: Museum für Fotografie/ Helmut-Newton-Stiftung
Jebensstraße 2, 10623 Berlin.
(Direkt am Bahnhof Zoologischer Garten)

Eintritt: 10,00 € | Uhrzeit: 18.00 Uhr

Viele Besucher kamen zur Haffner Lesung und hatten einen anregenden Abend 

Publikum am 23 Juli 2014
Wibke Bruns im Gespräch mit Frau Stürmer.
Dr. Eberhard Schmidt mit Pro.f Stürmer

30. Juni 2014: WELTWEITES EXIL | Auftaktveranstaltung in der Britischen Botschaft

Simon McDonald, Britischer Botschafter in Berlin
Gerd Wameling liest aus...
...Reden von Thomas Mann

Beginn der neuen Förderkreis Veranstaltungsreihe am 30. Juni in der  Britischen Botschaft. Der Schauspieler Gerd Wameling liest aus Reden von Thomas Mann, die die BBC weltweit übertragen hat.

 

Der Eröffnungsabend in der Britischen Botschaft

"WELTWEITES EXIL" – Schriftsteller, Schauspieler, Künstler auf der Flucht

Programmablauf in der Britischen Botschaft
Lea Rosh wird im Namen des Förderkreises die Ausstellung des Förderkreises „Die verbrannten Bücher“ vorstellen und gibt einen kurzen Einblick in die realisierten Ausstellungen zu den verfemten, ins Exil getriebenen und ermordeten deutschen, jüdischen Künstlerinnen und Künstlern.
Zum Auftakt der Reihe „Weltweites Exil“ gibt die Historikerin Sophie Hingst einen thematischen wie biografischen Einblick in die 60 Radioansprachen, die von Thomas Mann als Streitschriften gegen die Nationalsozialisten verfasst worden sind.

Im Oktober 1940 griff Thomas Mann in den 2. Weltkrieg ein.
Aus seinem amerikanischen Exil in Los Angeles begann der Nobelpreisträger seine berühmt gewordenen Radioansprachen über die britische BBC, gerichtet an die deutschen Hörer.
Thomas Mann, der sich nach der Machtergreifung der Nazis zunächst in die Schweiz, dann nach Frankreich flüchtete, bevor er in die USA ging, konfrontierte die Deutschen mit Kriegsverbrechen, mit Judenverfolgung, Menschenexperimenten, Euthanasie. Chiffrierte Rückmeldungen aus
Deutschland belegen, dass u.a. die Studenten der „Weißen Rose“ Mann's Einschätzungen folgten. Sie hören Original-Tonaufnahmen mit Thomas Mann als Sprecher seiner Reden und Schauspieler
Schauspieler Gerd Wameling liest Ausschnitte aus den Radioansprachen von Thomas Mann.
Die Historikerin Sophie Hingst beleuchtet abschließend die Rolle Londons als Exil-Ort für die deutschen Exilanten wie z.B. Sebastian Haffner, Erich Fried, Stefan Zweig, Alfred Kerr, Max Hermann-Neiße und Sigmund Freud.
Termine zu den kommenden Veranstaltungen werden regelmäßig hier veröffentlicht.

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Terminüberblick 2017 "WELTWEITES EXIL"

19. Jan. 2017:
“Auf der Suche nach dem Land der Träume".
Deutsche Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Hotel Lux in Russland, 1933- 1936 
Wo: Willy-Brandt-Haus

14. Februar 2017:  
„Die Revolution entlässt ihre Kinder". Wolfgang Leonhards Weltbestseller
Wo: Wird noch bekannt gegeben

 

VERANSTALTUNGSORTE

Coupé Theater
Hohenzollerndamm 177
10713 Berlin

Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 140
10963 Berlin-Kreuzberg

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