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Ofarims Eingeständnis: Ein Rückschlag für echte Opfer von Antisemitismus. 

Statement zum Geständnis von Gil Ofarim: 
Ofarims Eingeständnis: Ein Rückschlag für echte Opfer von Antisemitismus.
 

Berlin 30. Novmber 2023: Nach zwei Jahren der Kontroverse hat der Musiker Gil Ofarim nun öffentlich eingeräumt, dass seine Schilderung der Ereignisse in Leipzig im Oktober 2021 nicht der Wahrheit entsprach. Ofarim gestand, dass die von ihm behauptete Zurechtweisung durch das Hotelpersonal aufgrund seines Davidsterns frei erfunden war. Diese Entwicklung zwingt uns, unsere eigene vorschnelle Akzeptanz seiner Darstellung zu hinterfragen und selbstkritisch zu reflektieren. 

Während es prinzipiell richtig ist, Erfahrungen von Antisemitismus ernst zu nehmen, muss betont werden, dass solche schwerwiegenden Anschuldigungen niemals ohne fundierte Grundlage erhoben werden dürfen. Diese Praxis ist absolut inakzeptabel und unverantwortlich. 

Wir missbilligen das Verhalten von Gil Ofarim daher mit Nachdruck. Die Verbreitung falscher Anschuldigungen ist nicht nur verwerflich, sondern untergräbt auch das Vertrauen in die ernsthafte Auseinandersetzung mit echtem Antisemitismus. 

Über die Dauer von zwei Jahren hat Gil Ofarim fälschlicherweise einen Hotelmitarbeiter des Antisemitismus bezichtigt, was zu unbegründeten Anschuldigungen und erheblichem Leid für den Beschuldigten geführt hat. Darüber hinaus hat sein Verhalten denjenigen, die tatsächlich von Antisemitismus betroffen sind, großen Schaden zugefügt, indem es die Glaubwürdigkeit echter Vorfälle untergräbt. 

Es ist ein positiver Schritt, dass sich der 41-jährige Ofarim für sein Fehlverhalten beim 35-jährigen Hotelmanager entschuldigt hat, und dieser diese auch angenommen hat. Diese Geste ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Aufarbeitung und Heilung der entstandenen Wunden. 

Presse-Kontakt:
Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas e. V.
info@holocaust-denkmal-berlin.de
Vorstandsmitglied Daniela Herzig
Vorsitzende: Lea Rosh

macheete | agentur für pr+digitales
Mareen Eichinger
presse@macheete.com