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Eine Hörbiographie aus dem Raum der Namen

Vergessen Sie diesen Namen nicht!

Léon Venezia

ermordet 1944 in Auschwitz-Birkenau (VL)

Léon Venezia lebte in der griechischen Hafenstadt Saloniki. Im April 1941 eroberte die deutsche Wehrmacht die Stadt. Wegen seiner italienischen Staatsangehörigkeit blieb Léon Venezia zunächst von der Verfolgung verschont. Doch im April 1944 verschleppten ihn die deutschen Besatzer nach Auschwitz-Birkenau. Während der Zwangsarbeit in der Kanalisation zog er sich eine Knieverletzung zu, die jedoch nicht behandelt wurde. Abgemagert und nunmehr arbeitsunfähig wurde er in den Entkleidungsraum der Gaskammer gebracht. Dort begegnete er seinem Neffen Shlomo Venezia, der im sogenannten Sonderkommando arbeiten musste. Sein Neffe konnte nichts für ihn tun. Er beruhigte ihn mit der Lüge, dass der Tod schnell eintreten würde und steckte ihm etwas Essbares zu: Eine Dose Sardinen war die letzte Mahlzeit von Léon Venezia.


Léon Venezia lived in the Greek port city of Thessaloniki. In April 1941, the German Wehrmacht occupied the city. As an Italian citizen, Léon Venezia initially was protected from persecution. But in April 1944, the German occupying authority deported him to Auschwitz-Birkenau. During forced labour, working on a drainage system, he injured his knee. But he received no medical treatment. Emaciated and unable to work, he was brought to the undressing area alongside the gas chamber. There he saw his nephew, Shlomo Venezia, who had been forced to work in the so-called Sonderkommando. His nephew could not save him. He lied to him that death would come quickly, and managed to give him some food: A tin of sardines was Léon Venezia’s last meal.