7. Charity Dinner für den" Raum der Namen"

Das diesjährige Spendendinnerwidmete sich in diesem Jahr der Verfolgung von polnischen Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus und vergab auch in diesem Jahr wieder den Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus.
Ulrich Matthes wird neuer Botschafter für den "Raum der Namen".

Das traditionsreiche Charity Dinner für den „Raum der Namen“ fand am 30. Oktober 2012 im Hotel Adlon statt. Nach Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker im letzten Jahr begrüßte der Förderkreis sehr, dass Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble in diesem Jahr die traditionelle Tischrede beim Spendendinner hielt.

Wie in den vergangenen Jahren waren die Einladenden wieder zusammen mit dem Förderkreis der Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert und der Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Viele Unterstützer aus Wirtschaft, Politik und Kultur hatten sich angemeldet. Darunter auch unsereprominenten Botschafter und Botschafterinnen wie z.B. Iris Berben, Anne Will und Prof. Dr. Peter Raue.

„Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus" ging an die Lausitzer Rundschau

D    Der Förderkreis "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" und die Jüdische Gemeinde zu Berlin ehrte in diesem Jahr die Lausitzer Rundschau und Chefredakteur Johannes M. Fischer für ihr Engagement gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus.

Mit ihren Berichten und Leitartikeln über den Rechtsextremismus hat sich die Lausitzer Rundschau den Ruf in der Region erworben, ein hellwaches Medium zu sein, das seiner Wächterfunktion im Hinblick auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen engagiert nachkommt.
Mit Folgen:
Berichte über ein Neonazi-Treffen in Spremberg führten zu zwei schlimmen Attacken auf die dortige Lokalredaktion. Das Redaktionsgebäude wurde in den letzten April-Tagen zunächst mit Sprüchen wie „Lügen-Presse halt die Fresse“ und Plakaten beschmiert. Bei einer weiteren Attacke hinterließen die Täter Tiergedärme und Tierblut vor der Tür – eine eindeutige Drohung.
„Wir lassen uns nicht einschüchtern!“
Das war die spontane und einhellige Meinung in der Redaktion der Lausitzer Rundschau, und initiierte im August in Spremberg das „Fest der Vielfalt“. „Es war ein fröhliches Fest FÜR etwas, nämlich für Toleranz, Freiheit und Lebensfreude.
Wir zeigen, dass Einschüchterungsversuche uns nur willensstärker machen, noch stärker zur Aufklärung rechtsextremistischer Umtriebe beizutragen“, erklärte Chefredakteur Johannes M. Fischer. „So einfach lassen wir uns die Lebenslust nicht austreiben.“

Dieser Preis wurde wie im vergangenen Jahr wieder im Rahmen des  „Charity Dinners für den Raum der Namen" verliehen. Gemeinsam durch Lea Rosh und Dr. Gideon Joffe, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Die Verleihung des Preises ist eine der vielfältigen Aktivitäten des Förderkreises zur Verwirklichung des Vereinszweckes. Der Förderkreis will seiner Satzung gemäß auch damit einen wirksamen Beitrag „zur Erinnerung und Mahnung an die Ermordung europäischer Juden während der Naziherrschaft, zur Förderung demokratischer Gesinnung, zu allgemeiner politischer Bildung, zur Völkerverständigung, zum Schutz von Minderheiten sowie zur Abwehr von Diskriminierungen, insbesondere von Juden“ leisten. Der undotierte Preis wird einmal jährlich an eine natürliche oder juristische Person verliehen, die durch ihr öffentliches Auftreten im Sinne dieser Ziele beeindruckt hat.

Spendendinner widmete sich in diesem Jahr der Verfolgung von polnischen Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus.

Anlass des diesjährigen Spenden-Dinners für den „Raum der Namen“ ist das neue Stiftungsprojekt „Du bist anders? Verfolgung von Kindern und Jugendlichen im Nationalsozialismus“.

Von über 900.000 jüdischen Kindern in Polen vor dem Krieg haben den nationalsozialistischen Massenmord schätzungsweise lediglich 5.000 Kinder überlebt. Viele jüdische Kinder in Polen sind von den deutschen Besatzern spurlos ausgelöscht worden. Einer von Ihnen war Walerjan Wróbel.